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Software-Auswahl & Vergleich

DGUV-V3-Software im Vergleich: SaaS, Desktop oder Excel?

Wer elektrische Betriebsmittel prüft, muss dokumentieren – und kann dafür grundsätzlich zwischen vier Ansätzen wählen: Papier, Excel, Desktop-Software oder Cloud-SaaS. Diese Seite vergleicht die vier Wege objektiv und hilft Ihnen, die für Ihren Betrieb passende Lösung zu finden.

Vier Wege, die DGUV-V3-Prüfung zu dokumentieren

Prüflisten auf Papier

Ein Prüfer geht mit Stift und Formular durch den Betrieb. Protokolle werden in Ordnern abgeheftet. Bewährt in Kleinstbetrieben, manuell und aufwendig in der Auswertung.

Excel-Tabellen

Alle Geräte in einer Liste, händisch gepflegt. Eine Schritt-für-Schritt-Excel-Vorlage für DGUV-V3-Prüfprotokolle finden Sie auf unserer Prüfprotokoll-Seite.

Desktop-Software

Installierte Prüfsoftware auf einem Firmenrechner, oft mit lokaler Datenbank. Vorteil: läuft offline. Nachteil: pro Standort eigene Installation und IT-Pflege.

Cloud-SaaS (Browser)

Browserbasierte Lösung, in der jeder Standort denselben Datenbestand sieht. Updates laufen automatisch, IT-Pflege entfällt. Vertreter dieses Modells: ElektroPrüfManager.

Vergleichsmatrix: 5 Kriterien im Überblick

Die folgende Matrix bewertet die vier Lösungsansätze nach Kriterien, die für KMU typischerweise entscheidend sind. Es handelt sich um qualitative Eigenschafts-Vergleiche – keine Benchmarks einzelner Anbieter.

KriteriumPapierExcelDesktopCloud-SaaS
Pflege-AufwandHoch – händischMittel – FormelpflegeMittel-hoch – Updates manuellNiedrig – automatisch
Audit-Trail / RevisionssicherheitSchwachKaum nachweisbarMittel – lokalStark – Zeitstempel + Hash
Multi-Standort-FähigkeitNeinEingeschränkt (Mail)EingeschränktJa – zentral, rollenbasiert
Mobile Prüfung (Smartphone / Tablet)NeinNeinSeltenJa – QR-Scan + Offline-Cache
Kosten-ModellLaufend (Papier, Ordner, Zeit)Gering – Eigenaufwand für PflegeLizenz pro Arbeitsplatz + ITPro Gerät / pro User / Monat

Bewertung spiegelt allgemeine Eigenschaften der Lösungs-Klasse wider, keine Bewertung einzelner Produkte. Stand: Juli 2026.

Was SaaS bei der DGUV-V3-Prüfung konkret besser löst

Cloud-SaaS ist nicht für jeden Betrieb die richtige Wahl – aber im KMU-Bereich (10–500 Mitarbeitende) liegen die strukturellen Vorteile meistens auf der Hand.

Browserbasiert, ohne Installation

Start im Browser, keine IT-Abteilung nötig. Neue Standorte, neue Prüfer – per Einladung in Minuten eingebunden.

Zentrale Datenhaltung

Ein einziger Bestand an Geräten, Prüfungen und Fristen – kein Excel-Insel-Archipel mehr. BG-Revision, intern, Standortleiter: alle sehen denselben Stand.

Automatische Updates & Backups

Normaktualisierungen, neue BetrSichV- oder VDE-Anforderungen, neue Felder im Prüfprotokoll: übernimmt der Anbieter. Keine manuellen Excel-Vorlagen-Updates mehr.

Mobile Prüfung per Smartphone

QR-Code am Gerät scannen, Messwerte direkt eingeben, Protokoll abschließen. Funktioniert auch ohne Dauer-Onlineverbindung dank Offline-Cache.

Wann sich SaaS rechnet: ein Rechen-Beispiel ohne Phantasie-Werte

Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen: Wie viele Stunden pro Monat wenden Sie aktuell für Excel-Pflege, Frist-Erinnerungen und Protokoll-Versand auf? Multiplizieren Sie diese Zeit mit einem internen Stundensatz. Liegt diese Summe oberhalb der monatlichen SaaS-Gebühr, rechnet sich der Wechsel meist bereits im ersten Jahr. Eine pauschale Amortisation lässt sich ohne betriebliche Eckdaten jedoch nicht seriös nennen – wir vermeiden solche Rabatt-Versprechen bewusst.

Wann ist welche Lösung richtig?

Drei Leitfragen, die in den meisten KMU-Entscheidungen den Ausschlag geben. Kombinieren Sie die Antworten ehrlich – die SaaS-Empfehlung ergibt sich meist aus zwei von drei „Ja“.

Frage 1: Mehr als ein Standort oder wechselnde Prüfer?

Ja

Cloud-SaaS (ElektroPrüfManager) oder Desktop mit Cloud-Sync

Nein

Reicht ein Standort UND ein fester Prüfer, könnten Excel-Listen plus PDF-Aufbewahrung genügen.

Frage 2: Wird revisionssichere Archivierung verlangt (Audit, BG-Prüfung)?

Ja

Nur Cloud-SaaS oder Desktop mit dokumentierter Hash-Kette erfüllt das

Nein

Excel reicht im Notfall – Sie verzichten aber auf Komfort und Auswertungen.

Frage 3: Werden Prüfungen mobil am Gerät erfasst?

Ja

Cloud-SaaS mit Smartphone-/Tablet-Erfassung

Nein

Desktop-Software mit stationärem Prüfplatz wäre eine valide Option.

Wenn Sie unsicher sind: Unsere Funktionsübersicht zeigt, was ein moderner SaaS-Ansatz wie ElektroPruefManager konkret abdeckt.

Häufige Fragen zur DGUV-V3-Software-Wahl

Was kostet eine DGUV-V3-Software als SaaS im Vergleich zu Excel?

Eine Saas-Lösung wird in der Regel pro User oder pro Gerät und Monat abgerechnet (zzgl. USt.). Excel selbst verursacht zwar keine Lizenzkosten, der Pflege- und Erinnerungsaufwand ist jedoch erheblich: fehlende Fristüberwachung, kein verlässlicher Audit-Trail und hohes Fehlerrisiko bei Formeln. Eine ehrliche Kostenrechnung muss daher die internen Pflegestunden mit einpreisen.

Können wir aus Excel oder Papier auf eine SaaS-Lösung migrieren?

Ja. CSV-Import ist bei den meisten Anbietern Standard; bestehende Gerätelisten, Inventarnummern und Prüfhistorie können übernommen werden. Die historischen Protokolle sollten Sie archivieren – nach § 14 Abs. 7 BetrSichV sind die Aufzeichnungen mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren.

Wie steht es um den Datenschutz bei Cloud-SaaS für DGUV V3?

Achten Sie auf Server-Standort in Deutschland/EU, ISO 27001-Zertifizierung und Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Anonymisierungsmöglichkeiten für die Adressfelder sind ein Plus, dann hosten Sie nur die Geräte-/Prüfdaten.

Welche Schnittstellen brauchen wir zur bestehenden IT?

Für KMU reichen CSV-/Excel-Export, optional LDAP/Azure-AD für Single Sign-On. Wichtig: Die Schnittstelle zum Prüfmittel (Tester-Software) ist meist über CSV möglich – ein direkter API-Import aus dem Messgerät ist selten erforderlich.

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